Vom 9. bis 13. März findet im Moscone Center in San Francisco die GDC 2026 (Game Developers Conference) statt. Während MOZA Racing nach einer anstrengenden CES auf seinem gewohnten Terrain erwartet wurde, vollzieht der Hersteller hier eine faszinierende strategische Wende. Das Ziel ist nicht mehr nur die Bereitstellung von präziser Hardware, sondern die Entwicklung eines Ökosystems, das den Fahrer ausbilden kann. Mit drei wichtigen Ankündigungen, darunter eine hauseigene dynamische Plattform, stellt die Marke den Markt auf den Kopf.
MOZA HMA150: Motion frei von Einschränkungen

Die große Hardware-Ankündigung ist natürlich der MOZA HMA150 Haptic Motion Actuator. Wir haben es hier mit einem System mit 4 Aktoren zu tun, die 3 Freiheitsgrade (Pitch, Roll, Heave) entwickeln. Was hier den Unterschied ausmacht, ist die Integration. Im Gegensatz zu den High-End-Lösungen von D-BOX oder Next Level Racing, die oft schwere industrielle 220V-Steuergeräte benötigen, hat MOZA seine gesamte Elektronik direkt in den Zylinder integriert. Die gesamte Einheit wird von einer 48V-Niederspannungsschaltung versorgt, was das Kabelmanagement in unseren Heim-Setups drastisch vereinfacht.
Technisch gesehen sind die Daten sehr solide: 150 mm Federweg, eine Geschwindigkeit von 300 mm/s und eine Beschleunigung von mehr als 1 g bei einer Belastung von 250 kg (mit einer maximalen Belastung von 350 kg). Das wahre Versprechen der Immersion ist jedoch das haptische Feedback. Mit einem 600 MHz Prozessor und einem 21-Bit Magnetkodierer erzeugt das System Vibrationen mit einer Frequenz von 150 Hz. Auf der Rennstrecke ist diese hohe Frequenz entscheidend, um die körnige Textur des Asphalts oder das präzise Überfahren eines Vibrators feinfühlig wiederzugeben.
Racing Lab: KI im Dienste des Muskelgedächtnisses

Auf der Software-Seite stellt MOZA den Racing Lab AI Coach vor. Normalerweise wird unsere Leistung mit Hilfe von komplexer Telemetrie-Software wie MoTeC oder externen Analyse-Tools wie Track Titan analysiert. MOZA geht einen Schritt weiter und nutzt das Reinforcement Learning.
Diese KI wurde trainiert, um professionelle Rundenzeiten zu erreichen und gibt sich nicht mit visuellen Ratschlägen zufrieden. Sie übernimmt die Kontrolle über Ihre Direct Drive Basis und Ihre aktiven Pedale, um die Kraftübertragung zu diktieren. Durch die Erzeugung physikalischer Widerstände auf Ihrem Lenkrad und Ihrer Load Cell leitet Sie das System an, den richtigen Lenkwinkel und den idealen Bremsdruck auf den Millimeter genau anzuwenden. Dies ist eine hervorragende Lernmethode, da sie sich direkt auf das Muskelgedächtnis des Fahrers in voller Aktion stützt.
Motion Manager: Befreiung von Telemetrie

Um das Ganze abzurunden, wurde der MOZA Motion Manager eingeführt. Diese Software analysiert Audio- und Videoaufnahmen in Echtzeit, um die HMA150-Antriebe in Spielen ohne offizielle Telemetrie zu animieren.
MOZA beweist seinen Willen, die Immersion von Anfang bis Ende zu beherrschen. Ich kann es kaum erwarten, die neue Ausrüstung in die Hände zu bekommen, insbesondere um die Relevanz der KI bei komplexen technischen Phasen wie Trail Braking zu beurteilen. Was halten Sie von diesem Ansatz, bei dem das Material eine aktive Rolle beim Lernen spielt?






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